Monday, April 1, 2013

4 Tage bergauf und bergab rund um Kaltern

Dem endlos scheinenden Winter zu entfliehen und ein paar Tage ins wärmere Südtirol zu fahren - so war zumindest der Plan. Doch wie so oft - erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ganz gewiss hätten wir auch auf der Piste oder Loipe unseren Spaß gemacht, Temperaturen und Schneelage waren zumindest entsprechend :-)
Dennoch konnten wir alle unsere geplanten Touren mit dem Rennrad abfahren - wenngleich mir die Kälte in Verbindung mit Wind und Regen v.a. auf der ersten Etappe noch vor Beebdigung der Tour den Stecker gezogen hat. Doch der Reihe nach...

Tag 1: Kaltern - Mezzolombardo - Molveno - Trient - (Kaltern) (122,5km; 1.418hm)


Nach kurzem Einrollen in der Ebene gings bergauf: hinauf auf das Hochplateau in Richtung Fai della Paganella / Mezzolomardo. Mit zunehmender Höhe sanken die Temperaturen immer weiter, der Wind nahm zu und bereits in Andalo setzte Schneefall ein und wir hätte die Rennräder gegen Alpinski tauschen können. Das passte so gar nicht zu dem vorhergesagten Wetter und ich begann bereits auf Höhe der Molveno-Seen zu frieren. Gefühl in Händen und ab den Knien abwärts war leider nicht mehr vorhanden. Auch eine kurze Cappuccino-Pause auf dem Weg hinab nach Trient sorgte nur kurz für Besserung. Ich bekam meinen Körper leider nicht mehr warm und so war für mich nach gut 122km Ende - auch im Hinblick auf die kommenden Tage war die Entscheidung dieTour an diesem Punkt abzubrechen die Richtige. Simon trat nochmals 40km und einige Höhenmeter bis Kaltern kräftig in die Pedale und holte mich mit dem Auto dann in St. Michele ab. Ich verbrachte dort 2,5h unterhaltsame Stunden bei dem ein oder anderen Cappuccino in einer Bar inmitten von kartenspielenden Italienern - auch ein Erlebnis! Ein großes Dankeschön nochmals an Simon!


Tag 2: Kaltern - St. Pauls - Lana - Meran - Bozen - Kaltern (100,6km; 836hm)


"Genusstour" - so tauften wir unsere heutige Tour am Ende des Tages. Nach dem gestrigen Tag genau das Richtige. Das Wetter zeigte sich wiederum nicht von seiner besten Seite. Da wir uns heute aber nicht in höher gelegene Regionen aufhielten, war es auszuhalten. Wir starteten in Kaltern und fuhren durch das malerische St. Pauls über Lana bis nach Meran. Zurück gings dann im Etschtal entlang vorbei an Bozen und wieder nach Kaltern.

Tag 3: Kaltern - Val di Fiemme - Predazzo - Vigo di Fassa - Tiers - Bozen - Kaltern (126km; 2.009hm)


Auch am dritten Tage bei unserer Königsetappe warteten wir vergeblich auf den Südtiroler Frühling. Aber diesmal starten wir mit ausreichender Bekleidung in Richtung Dolomiten. Der Anstieg ins Val die Fiemme begann in Auer. Wir fuhren durch das vom Wintersport bestens bekannte "Predazzo" bis wir die Passhöhe des Karerpasses erreichten; wieder Winterwetter as its best. Da wir aufgrund des Wetters die Dolomiten-Schönheiten "Latemar" und die "Rosengartengruppe" leider nicht bewundern konnten war natürlich schade... Weiter gings noch über den Nigerpass um von dort die sehr lange Abfahrt hinab ins Tal in Angriff zu nehmen. Sowohl Simon als auch ich spürten am Ende der Abfahrt unsere Finger nicht mehr - auch das Material hat auf der Abfahrt gelitten; die Abnutzung der Bremsbeläge war aufgrund der Nässe und des Schmutzes auf der Strasse enorm. Die letzten Kilometer dieser Wahnsinns-Runde führen uns an Bozen vorbei auf dem Etschtal-Radweg zurück nach Kaltern. Die warme Dusche und die Riesen-Pfanne Spaghetti Carbonara am Abend hatten wir uns mehr als verdient.

Tag 4: Kaltern - Mendelpass - Gampenpass - Nals - Kaltern (78,1km; 1.720hm)


Zum Abschluss gings gleich vom Haus weg bergauf. Der wunderschön zu fahrende Mendelpass schlängelt sich hinauf bis auf 1.363m. Nach einer kurzen Abfahrt stand gleich der nächste Aufstieg an; den Gampenpass hinauf bis über 1.500m. un am letzten Tag hatte auch das Wetter endlich ein Einsehen; blauer Himmel und Sonne gewährten uns endlich den Blick auf die faszinierende und wunderschöne verschneite Südtiroler Bergwelt. Eine tolle und schnelle Abfahrt vom Gampenpass endete in Nals und weiter gings überhalb des Etschtales zurück nach Kaltern.
Tolle Tour zum Abschluss mit dem Wetter, das wir uns schon die ganzen drei Tage zuvor gewünscht hätten.

Dennoch haben wir mehr als nur das beste draus gemacht und verbrachten super Ostertage am Kalterer See.
Dank gilt auch unseren Partnern Cratoni, Sziols, Gaerne, ultraSPORTS und  Bianchi die uns rechtzeitig mit super Material ausgerüstet haben.












Saturday, March 23, 2013

10 Tage im Süden sind zu wenig ...

... vom 14. bis 23. März habe ich ein Trainingslager auf Fuerteventura verbracht. Jeden Tag rund 25 Grad, Sonne und mehr oder weniger Wind ließen die kalten Tage in Deutschland schnell vergessen.

Da ich kaum Grundlage bisher auf dem Rad trainieren konnte nutze ich das gute Wetter dafür aus. Die Kilometer schrubbte ich mit dem Rennrad runter. Neben täglichem Radtraining war ich zusätzlich noch jeden Tag, meistens vor dem Frühstück, schwimmen oder laufen. Besonders schwimmen macht in einem 50m-Freiluftpool einfach mehr Spaß!

Kaum zurück in der Heimat begrüßten mich Nullgrad und leichtes Schneetreiben. Hoffe meine aufgebaute Form bleibt so besser konserviert ;-)

 
 

 
 

Saturday, March 9, 2013

Resümee des Wintertrainings und ab in die Sonne!


Nachdem ich 2013 neben Mountainbike-Marathons auch verstärkt bei Duathlon und Triathlon Wettbewerben teilnehmen will, habe ich das Lauftraining diesen Winter intensiviert. Heißt, neben Rad- und Schwimmtraining, viermal die Woche Laufen mit regelmäßigen Tempoläufen  aber auch gelegentlichen Ausdauereinheiten deutlich über eine Stunde. Macht durchschnittlich bis zu 50km die Woche, an sich nicht so viel, dafür alles verletzungsfrei und zeitlich optimiert. Dazu wollte ich an einigen Laufwettbewerben und einem Cross-Duathlon teilnehmen, was ich auch tat. So sprangen gute Platzierungen im Gesamtfeld sowie in der Altersklasse  (3x Dritter und 1x Zweiter) heraus.
Der Virngrundlauf in Rosenberg, zugleich Auftakt des bekannten Ostalb-Laufcups , sollte den Abschluss meines Wintertrainings bilden. Die hügelige Strecke führt hauptsächlich auf Schotterwegen durch matschiges Waldgebiet. Ein bestimmtes Ziel hatte ich am Start über die 10km nicht, lediglich an den Spitzenläufern dran bleiben. Gesagt getan! Unter den paar hundert Teilnehmern im Hauptlauf lief ich auf den 5. Gesamtplatz mit Altersklassensieg und nur rund einer Minute Rückstand auf den Gesamtsieger.

So nun geht es vor dem Start in die Bike-Saison noch in ein 10-tägiges Trainingslager auf die sonnigen Kanarischen Inseln nach Fuerteventura :-)

Monday, February 4, 2013

1. Platz beim 6h Iceman MTB Race

Nachdem Ralf noch einen Ersatzfahrer gesucht hatte für sein 4er Team, kam das erste Rennen in der Saison schon viel früher als Gedacht! So ging es gestern in das schöne Fuldatal um bei dem Iceman 6 Std. Rennen zu starten, wegen der Kälte und Nässe entschlossen wir uns nicht ständig zu wechseln sondern jeder 1,5 Std durchfährt und das dann gewechselt wird! Die Strecke war 2,5km lang und mit 60hm gespickt, klingt erstmal ganz easy, doch die lange Wiesenauffahrt hatte es insich und durch den geschmolzenen Schnee verwandelte sich die Auffahrt in eine wahre Schlammrutsche, so das es mit dem Grip nicht sooo gut stand.



Dennoch hatte jeder von uns dann seinen Weg gefunden irgendwie hoch zu kommen. Während der 6 Stunden war auch Wettertechinsch alles dabei Regen, Schnee, Graupel und der Sonnenschein fehlte auch nicht! Das ganze Rennen über dominierten wir die 4er Teams und konnten am Ende mit einem Vorsprung von 11 Runden gewinnen!




Alles in allem ein guter Einstand in die Saison 2013 mit Ralf, Björn und Marcus!

Das nächste Rennen lässt jetzt zwar etwas auf sich warten doch dann wird das im März kommende Teambike eingeweiht!

bis dahin;)
Tobi

Sunday, January 20, 2013

DOWE meets SKI - Mountain Attack

Der „Mountain Attack“ ist einer der härtesten und renommiertesten Tourenskimarathons, bei
dem jährlich rund 950 Athleten aus aller Welt an den Start gehen. Die Attack ist eine Kultveranstaltung die sich weit über die Grenzen Österreichs hinaus als absoluter Klassiker etabliert hat. 

Bei diesen „nächtlichen Attacken“ auf Saalbach Hinterglemms Berge erleben die Tourenskisportler
einen wahren Gipfelrausch, denn nicht weniger als 6 Gipfel und 3008 Höhenmeter auf
40 Kilometer Streckenlänge müssen beim Marathon bezwungen werden.
3008 Höhenmeter, 6 Gipfel, 40 km! Das sind die Fakten der Mountain Attack, der sich jährlich
rund 950 AthletenInnen stellen. Punkt 16 Uhr fällt am Dorfplatz in Saalbach der Startschuss. Im
Laufschritt geht es mit den Skiern in der Hand bis zur Talstation des Schattberg Xpress. Dort
erst werden die Skier angeschnallt und die Steighilfe auf „hoch“ gestellt, denn schon der erste
knackige Anstieg zum 2018 m hohen Schattberg wartet mit 70 % Steigung.
Wenn der erste Athlet – um ca 16:40 Uhr - den Schattberg-Gipfel erreicht, bricht die Dunkelheit
über das Glemmtal herein, doch noch einige Gipfel liegen vor den Teilnehmern bevor Sie ins
Ziel nach Saalbach kommen. Ein Vergleich, der die Leistung eines jeden Marahton-Teilnehmers
verdeutlicht: Ein durchschnittlicher Wanderer würde dieselbe Strecke in rund 15 Stunden erwandern!
Die Tour ist etwas kürzer und umfasst 2035 Höhenmeter mit ca. 25km Streckenlänge wobei 4 Gipfel zu bewältigen sind


Das Rennen war schon einige Wochen vor dem Start ausverkauft und ich war froh mich früh genug für diese geniale Event angemeldet zu haben und mir so einen Startplatz sichern konnte. Beim Start herrschte leichter Schneefall mit angenehmen Temperaturen, aber schon am ersten Berg erwartete uns stürmischer Wind mit Temperaturen um die minus 12 Grad, was eine gefühlte Temperatur von -30 Grad bedeutete. Am gefürchteten Schattberg ging es mir recht gut, ich konnte die 1035hm in 49min bewältigen. Nach diesem ersten Berg wurde es dunkel und wir Atlethen mussten unsere Stirnlampen aktivieren und gegen die Dunkelheit ankämpfen. Im mörderischen Tempo ging es über unpräprierte Pisten hinunter nach Saalbach-Hinterglem, obwohl ich ein nicht allzu schlechter Skifahrer bin büßte ich in dieser Abfahrt 5 Plätze ein. Bevor die Felle erneut auf die Ski geklebt wurden ging es im Laufschritt durch den Ort, dann folgten 2 weitere Gipfel. Obwohl mich bereits starke Rückenprobleme plagten gab ich alles und ich konnte meinen erkämpften 20 Platz halten und ins Ziel bringen. Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Ergebniss zufrieden, die Form stimmt, die nächsten Rennen sind geplant! Wenn ich die Energie in den Frühling und aufs Rad mitnehmen kann wirds eine super Saison ;-)
Also bis bald
Georg

Sunday, October 14, 2012

14.10.2012

Das Saisonende wurd durch den ASICS Run eingeläutet...

7000 Starter davon 144 Staffelteams, die Luft brannte heute in Berlin!!!

Für uns Triathleten  ist die Saison zuende und seit heute auch für Marcus Gawlik und mich die Laufsaison.
Bei schönstem Wetter fiel der Startschuss zum 5. Asics Run in Berlin (Schloß Charlottenburg).
Wir waren top motiviert und kannten unsere Chancen.

Vor mir starteten die Keniana um einen neune Weltrekord aufzustellen, die Motivation stieg von Minute zu Minute.
Das Kribbeln in den Füßen wurde stärker, dann der Startschuß um 12Uhr. Den ersten Km konnte ich mit einer 3:10 anlaufen, um mir einen guten Platz im 1. Feld zusichern.

Die restlichen Km wollte ich dann ruhiger werden und den erkämpften Platz nur noch verteidigen. Der Wechsel zu Marcus lief sehr gut, er konnt zwei weitere Plätze gut machen.
Somit konnten wir uns den 6. Platz der Gesamtwertung (Ak 2. Platz) sichern und können ein positives Resumé unserer Saison ziehen.

Sportliche Grüße von Marcus und Michél


Sunday, October 7, 2012

16. ALB-GOLD Trophy

Man war es heute mal wieder eine Sauerei! Das Wetter hat es mit der 16. Auflage der ALB-GOLD Trophy in Trochtelfingen nicht gut gemeint. Morgens noch erstaunlich mild, kühlte es bei widrigsten Bedingungen rasch ab. Mensch war das kalt, bibber, bibber, zum Glück habe ich gerade eine warme Decke.

Nun aber Schritt für Schritt. Heute startete ich auf der Langdistanz der ALB-GOLD Trophy mit 93 km und Rund 1850 hm, mein wohl vorletztes Rennen dieser Saison. Erneut ein sehr schneller Marathon mit einem 25er Schnitt und für die Alp typischem Sägezahnprofil. Eigentlich keine Trails, fast ausschließlich Wald-, Forst- und Wiesenwege, ein Rennen welches an die Zollernalb erinnert und kaum Forderungen an die Fahrtechnik stellt.
Bereits nach den ersten Kilometern sortierte sich eine ca. 10 Mann starke Gruppe die lange tapfer kämpfte. In den letzten 20 km verflog diese und nicht nur ich drückte den Rest alleine durch.

Im Ziel angekommen, sah ich aus als hätte ich im Schlamm gebadet. Ein gelbes Trikot fand man nur noch in der Phantasie, ich hoffe die Waschmaschine hat mir noch nicht gekündigt. Alles in allem dennoch ein super Tag. Zwischenzeitlich hatte ich richtig gute Beine und das Ergebnis belohnt die Schlacht. Nur 8 min auf Platz 3 der AK verloren, 41. Overall und 8. AK.

Grüßle,

Julian