Thursday, July 21, 2011

6. Etappe Transalp Bike: Alleghe - San Martino di Castrozza

Heute ging es auf einer Strecke von 72 Kilometern von Alleghe nach San Martino di Castrozza. Die Strecke führte über den Passo San Pellegrino und den Passo Rolle. Es gab insgesamt 3100 Höhenmeter im Anstieg zu bewältigen. Trotz angesprochener Höhenmeter gab es keine wirklich langen Anstiege. Es war eine sehr abwechslungsreiche Strecke die alles bot: Asphalt, Schotter, Wanderweg und Single-Trail waren oft innerhalb weniger Kilometer anzutreffen. Die bisher schönste Streckenführung konnten wir bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen in Angriff nehmen.
Gleich nach den ersten Kilometern, welche neutralisiert zurückgelegt wurden, ging es in den ersten Anstieg. Meine Beine waren überraschenderweise besser als in den letzten beiden Tagen und wir konnten in den Anstiegen ein höheres Tempo gehen. Wir wechselten wieder auf unsere alte Strategie zurück. Die Prellungen und Schnittwunden von gestern störten nicht. Leider kamen wir aber auch heute nicht ohne Zwischenfälle durch: Matthias stürzte ca. bei Kilometer 15 und verletzte sich am Handgelenk. Die restliche Etappe gestaltete sich für Matthias als sehr schmerzhaft und vor allem in den Abfahrten bereiteten die Schläge sichtlich Probleme. Er schaffte es aber mit dem Schmerz umzugehen und wir konnten uns sehr gut verteidigen.
Mit dem 41. Rang sind wir für den heutigen Tag sehr zufrieden. In der Gesamtwertung konnten wir sogar einen Platz gut machen und liegen nun auf Platz 31. Morgen geht es auf der vorletzten Etappe über 120 km nach Trient.








Wednesday, July 20, 2011

5. Etappe Transalp Bike: St. Vigil - Alleghe

Heute starteten wir um 09:00 Uhr bei strömendem Regen und nur 10° in St Vigil. Die ersten 11 km nach Pederú absolvierten wir in einer großen Gruppe. In Pederú begann dann der erste Anstieg hinauf zur Fanes Hütte. Wir fuhren unser Tempo ohne uns von den anderen Teams hetzen zu lassen. Die gewechselte Taktik behielten wir bei: Ich hängte mich immer wieder bei Matthias ein.
Bei der Fanes Hütte ging der Regen in leichten Schneefall über und es wurde unangenehm kalt. Die Abfahrt hinunter bis Cortina war somit alles andere als entspannend.
Bei der ersten Versorgungsstelle erhielten wir die Nachricht dass das Rennen bei km 47 beendet wird, da es auf der Forcella Averau auf 2400 Meter Meereshöhe stürmte, kalt war, die Rettungsfahrzeuge nur von einer Seite zur Hilfe eilen konnten und der Helikopter Aufgrund des Nebels nicht hätte zum Einsatz kommen können.
Hinauf zum Falzaregopass mobilisierten wir daher die letzten Kräfte und freuten uns schon auf das Ziel. Auf den letzten 200 Metern kam uns in einer Kurve aber leider ein nicht gerade intelligenter Mittkonkurrent freihändig fahrend entgegen (man musste um den provisorischen Zielbereich zu verlassen die gleiche Straße benutzen). Es kam zum Crash. Matthias hatte keine Chance die Kollision zu vermeiden und ich klebte an Matthias Hinterrad und wurde .ebenfalls verwickelt.
Matthias erlitt eine starke Prellung am rechten Oberschenkel. Ich erlitt eine Prellung am rechten Knie und eine Schnittwunde am rechten Unterarm die gleich nach der Zielankunft desinfiziert und im Krankenhaus genäht wurde. Wir beendeten die heutige Etappe mit 1600 hm und 47 km als 44. Team in der Kategorie und liegen auf dem 32. Gesamtrang.
Morgen geht es mit wieder reparierten Rädern weiter nach San Martino di Castrozza.



Tuesday, July 19, 2011

4. Etappe Transalp Bike: Brixen - St. Vigil

Die heutige Etappe von Brixen nach St. Vigil war mit 3400 Höhenmetern im Anstieg die an den Höhenmetern gemessen schwierigste Etappe. Sie führte von Brixen über die Plose, das Würzjoch und der Forcella da Cians nach St. Vigil. Das Wetter war insgesamt angenehm und es regnete entgegen der Prognosen zu keinem Zeitpunkt.
Am ersten Anstieg auf die Plose und weiter über das Würzjoch verlief alles nach Plan. Auf der vorletzten Abfahrt nach Zwischenwasser verfuhr ich mich dann allerdings zusammen mit einer Gruppe was uns leider 10 Minuten kostete. Der letzte Anstieg beinhaltete einige sehr steile Rampen und erwies sich für uns wie auch für viele andere als sehr hart. Dort wechselten wir auch Taktik und Matthias zog nicht mehr davon, sondern ich hängte mich wo es möglich war bei ihm ein, was sehr gut funktionierte.
Am Ende reichte dies für den 42. Tagesrang in der Kategorie Men. In der Gesamtwertung liegen wir nun auf dem 31. Rang. Morgen geht es weiter nach Alleghe auf einer atemberaubenden Streckenführung, allerdings vermutlich bei schlechtem Wetter.



Monday, July 18, 2011

3. Etappe Transalp Bike: Mayrofen - Brixen

Bei der täglich stattfindenen Pasta Party mit der Siegerehrung, den Fotos und dem Video des Tages, der Streckenvorstellung und natürlich Pasta gab es gestern eine Überraschung: Kein Geringerer als der Erfinder des MTB Gary Fisher war anwesend und rein äußerlich bereits eine Attraktion und unübersehbar eine besondere Persönlichkeit. Auch am Start war er noch anwesend (siehe Foto).
Die heutige Etappe führte uns auf einem einzigen langen aber nicht allzu steilen Anstieg auf das Pfitscherjoch (bei km 30). Von dort ging es mit Ausnahme einiger kleiner Schnapper in einer langen Abfahrt nach Brixen. Insgesamt 94 Kilometer und 2100 Höhenmeter im Anstieg.
Das Wetter war heute nicht optimal: Am Start regnete es und am Pfitscherjoch lagen sogar einige Zentimeter Schnee. Vor Brixen wurde es dann freundlicher und im Ziel erreichten uns die ersten Sonnenstrahlen.
Zu Beginn des ersten Anstieges lief es leider nicht so gut wie gestern: Wir lagen verhältnismäßig weit zurück. Es folgte ein Trail-Abschnitt der leider nicht fahrbar war: In diesem Abschnitt wo das Bike Großteils geschoben bzw. getragen werden musste, konnten wir uns nach vorne arbeiten. Matthias zog wieder davon. Auch Aufgrund des Schmutzes funktionierte bei beiden das kleine Kettenblatt der Schaltung nicht mehr und wir waren gezwungen nach der Schiebepassage auf der mittleren Scheibe die letzten Kilometer zum Pfitscherjoch zurückzulegen, was vor allem meine Muskeln nicht sonderlich erfreute, aber wir konnten aufholen. Im ersten steileren Abschnitt der Abfahrt vom Pfitscherjoch über eine alte Militärstraße konnte ich die Lücke auf Matthias nicht ganz schließen. Die Abfahrt war zwar schnell, aber einfach. Wir fanden uns ein wenig zu spät zusammen was aber schlussendlich kein größeres Problem darstellte. Es bildeten sich Gruppen und es ging rasant über Sterzing Richtung Brixen. Kurz vor Brixen gab es eine Schrecksekunde als ich während eines Trinkvorganges in der Gruppe eine Kurve übersah und stürzte. Der Sturz blieb ohne Folgen.
Wir kamen als 32. Team der Kategorie Men ins Ziel und konnten uns erfreulicherweise in der Gesamtwertung auf den 29. Platz verbessern.
Wir freuen uns auf die morgige schwere Etappe nach St. Vigil bei hoffentlich nicht allzu nassen Bedingungen.
Danke an unseren Freund Harald der heuer durch die für die Versorgung nicht allzu günstige bisherige Streckenführung mehr Stress hat als wir um uns optimal zu versorgen. Es hat auch heute wieder wunderbar funktioniert! Übrigens: Die allermeisten Bilder werden während der Flaschenübergabe (teils bei relativ hoher Geschwindigkeit und an engen Passagen) geschossen und man merkt absolut nichts davon! Es steht jedem frei dies selber mal zu versuchen. Kompliment und danke dafür!







Sunday, July 17, 2011

MTB Marathon Gechingen

Nach einem kleineren "Stau" am Start fiel ich ins hintere Drittel des Feldes zurück. In der Einführungsrunde und am ersten Berg konnte ich mich dann bis ins Mittelfeld vorfahren. Allerdings war dann mein Rennen bereits in der zweiten von fünf Runden abrupt beendet (siehe Bild), weil ich in einen etwa 10 cm langen Nagel gefahren bin, der in meinem Hinterreifen steckte. Naja lieber diese Woche einen Platten als in zwei Wochen beim Klassiker in Pfronten;) So blieb mir für die restlichen Runden ein Betreuer-Job für Steffen...
Michi

Wieder mal beste Bedingungen gab's am Samstag beim Marathon in Gechingen in der Nähe von Calw. Der Marathon fand in diesem Jahr bereits zum 10. Mal statt und lockte diesmal ca. 80 Teilnehmer zum toll organisierten Rennen. Fünf Runden á 5,8 km und 120 hm plus verkürzte Einführungsrunde waren auf dem staubigen Kurs zu absolvieren. Und wie sollte es anders sein; "berghochfahren" macht mir im Moment einfach Spaß. Im flachen Terrain kann ich wie gehabt das Tempo der Spitze nicht ganz mitgehen, noch dazu wenn diese mit 29er Bikes unterwegs sind ;) Die Spitze in diesem Fall waren die "Giftgrünen" Nicolas Vogt und Florian Gall vom Team bbp29. Runde für Runde kam ich den Beiden am Berg immer näher, hab in den darauffolgenden flacheren Stücken wieder an Boden verloren. Aber auch nach hinten konnte ich meinen Vorsprung Runde für Runde ein klein wenig ausbauen und so fuhr ich relativ sicher meinen 3. Gesamtrang (1. Platz in der Herrenklasse) ins Ziel.
"Des einen Freud des anderen Leid" - Danke nochmal an Michi für die Trinkflasche, die mich über die letzten beiden Rennrunden gerettet hat!
Nächstes Wochenende versuche ich mich zur Abwechslung mal auf ungewohntem Terrain beim Stadtlauf in Aalen - mal schauen, ob ich die Laufspezialisten ein klein wenig ärgern kann...
Steffen

2. Etappe Transalp Bike: Weerberg - Mayrhofen

Eine Stunde früher als gestern ging es heute bereits um 9 Uhr von Weerberg nach Mayrhofen. Es gab lediglich 69 km zu bewältigen, diese hatten es allerdings in sich: Von Weerberg ging es auf die Nonsalm, runter nach Innerst und dann hoch auf das Geiseljoch, welches auf 2300 Meter liegt. Das Geiseljoch bezeichnete Rennleiter und Vater der TA Uli Stanciu als den schönsten Bike-Pass Tirols. Die Strecke führte uns weiter runter nach Schöneben und von dort über das Penkenjoch nach Mayrhofen. Dies bedeutete in Summe 2900 Höhenmeter im Anstieg. Das Wetter war perfekt.
Die Taktik von Matthias und mir war wie gehabt: Die letzten Kilometer vor dem höchsten Punkt versuchte Matthias einen Vorsprung auf mich rauszufahren, den ich dann in der Abfahrt wieder ausglich. Auch heute funktionierte dies sehr gut.
Am ersten Anstieg auf die Nonsalm fanden wir einen guten Rhythmus. Der zweite und der dritte Anstieg waren um einiges steiler als gestern und dies schien uns besser zu liegen: Wir konnten auf beiden Pässen Plätze gut machen. In den Abfahrten lief ebenfalls alles sehr gut: Keine Stürze, keine Defekte und ein sicheres aber konkurrenzfähiges Tempo. Die Muskelprobleme mit denen ich gestern konfrontiert war, konnte ich heute durch eine deutlich höhere Trittfrequenz zur Gänze ausschalten.
Mit einer Zeit von 3:49:37 fuhren wir als 27 Team In der Kategorie Men über die Ziellinie und konnten uns in der Gesamtwertung auf den 31. Platz verbessern.
Im Ziel gab es die üblichen ausführlichen Gespräche mit den anderen Teilnehmern, den Betreuern und Freunden welche sich das Ganze mal aus der Nähe anschauen wollten. Heute hatten wir weiters die Möglichkeit auch mit der Chefin des Bike-Magazins einige Worte zu wechseln und einige Fotos zu machen.
Zusammenfassend gilt festzuhalten: Es machte heute richtig Spaß und wir freuen uns auf morgen. Wir kommen nach Südtirol. Nächster Etappenort ist Brixen.






Saturday, July 16, 2011

1. Etappe Transalp Bike: Mittewald - Weerberg

Um 10 Uhr ging es heute in Mittewald los. Auf einer Distanz von 96 Kilometern und 2400 Höhenmetern im Anstieg steuerten wir Weerberg an. Dazwischen ging es durch das Karwendelgebirge: Vorbei am Karwendelhaus über den Hochalmsattel in die Eng, über das Plumsjoch, vorbei am Achensee, durch das Inntal und in einem letzten Anstieg nach Weerberg. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleiteten uns.
Matthias und ich kamen ohne Probleme durch: Keine Pannen, keine Stürze, keine Krisen. Unsere Taktik funktionierte sehr gut: Bei jedem dem Anstieg (Schlussanstieg nach Weerberg ausgenommen) zog Matthias 250 Höhenmeter vor dem höchsten Punkt davon und fuhr einen Vorsprung auf mich heraus der ihm dann erlaubte die Abfahrt etwas vorsichtiger zu bestreiten. Ich fühlte mich sicher in den Abfahrten und konnte ihn vor es wieder flach wurde einholen.
Wir kamen mit einer Zeit von 4:08 als 38 in der Kategorie Men ins Ziel. Harald versorgte uns perfekt. Morgen geht es weiter nach Mayrhofen im Zillertal.